Armut durch Wohnen

Butterwegge und Butterwegge: Buchhinweis/Neuerscheinungen

„Neben weiteren Facetten wird der exorbitante Anstieg der Wohnungsmieten als ein in die Armut treibender Kostenfaktor benannt.

„Unter der Überschrift „Wo eine Villa ist, ist auch Weg …“ setzen sich die Butterwegges sensibel mit „infrastruktureller Ungleichheit“ auseinander, wenn sie auf die Unterschiede zwischen dem Leben im Luxusquartier und im Hochhaus am Rand der Stadt verweisen. Armut gekoppelt mit exponentiell steigenden Mieten verdrängt arme Familien in arme Quartiere ohne eine Infrastruktur, die anspruchsvolle Freizeit, Sport und Bildungsmöglichkeiten ermöglicht. Städte werden durch Quartiersbildung somit Orte sozialer Spaltung.“

„Den so sinkenden Löhnen und steigenden Gewinnen stehen steigende Mieten und Vermietungsgewinne gegenüber. Die sich herausbildende Wohnungsmisere verschärft die Armutsgefährdung. Im Ergebnis dieses Prozesses werden Kinder und Jugendliche zu den Hauptleidenden der sogenannten Sozialreformen, wie sie von der Agenda 2010 ausgehen.“

https://www.humanistische-union.de/publikationen/vorgaenge/vorgaenge-234-strafvollzug-in-der-pandemie/publikation/rezensionen/

In: vorgänge Nr. 234 (2/2021), S. 87 -89

Denn wer nicht hat, dem wird genommen
Carolin Butterwegge, Christoph Butterwegge: Kinder der Ungleichheit. Wie sich die Gesellschaft ihrer Zukunft beraubt. Frankfurt/M. und New York: Campus 2021, 303 Seiten, 22,95 Euro [ISBN 978-3-5935-14833]

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